Kategorie: geärgert

GoTo.ag where to?

Vor etwa einem halben Jahr habe ich ein cooles, in Entwicklung befindliches Navi von GoTo.ag entdeckt. Ich habe fleissig die Seite und das Forum besucht und mich schlussendlich sogar als Betatester zur Verfügung gestellt. Nachdem das Gerät aber zum Start des Tests im August nicht aufgetaucht ist – „Produktionsprobleme“, hat sich die Begeisterung etwas abgekühlt. Und heute habe ich entdeckt, dass auch die Website offline ist. Schade, kein modulares Günstignavi mit Community-Funktionen.

Blue-ray auch günstiger?

Nachdem ich in der Schweiz im Stauffacher eine Blueray für knapp 100.– gekauft hatte, wurde ich nachdenklich.. Lohnt sich der Preis für die bessere Qualität? Nach dem Film (Bucket List, übrigens), war ich zufrieden. Die Himalaya-Gipfel sehen in echt so ziemlich gleich aus, wie auf der Scheibe.

Allerdings weniger erfreut war ich, als ich in Schottland in einem Laden Blue-rays für £12 – £15 gekauft habe, auch nicht ältere Filme.

Aber das gehört wohl zu dem, was uns in VWL im ersten Semester erzählt wurde – Angebot vs. Nachfrage und die Grenzerträge.. Naja, so langsam wird es günstiger, mittlerweile schon für 49.– We’ll see..

Olympia who?

Nach den jüngsten Ereignissen in Tibet ist für mich klar, dass Olympia dieses Jahr ohne mich auskommen muss. Bin zwar kein Athlet und wäre sowieso nur TV-mässig dabei gewesen. Aber so kann man ein Volk nicht behandeln! Und bloss weil es seit 50 Jahren ein besetztes Land ist, ist Tibet trotzdem keine chinesische Kolonie.

Leider sind unsere Regierungen wieder einmal übervorsichtig und freundlich und schauen lieber zu, bis es zu spät ist. Wie war das damals in Jugoslawien oder aktuell auch in Darfur? Da tat sich auch nichts und es gab nicht mal die Ausrede, man wolle eine aufstrebende Wirtschafts- und Weltmacht nicht verärgern.

Ich verlange von unsere Politikern, in China zu intervenieren. Stoppt die Willkür und die zahlreichen Morde! Nehmt China in die Pflicht für ihr tun! Lasst keine unschuldigen „Andersgläubigen“ mehr sterben!

Achja, und von wegen der Ausrede mit Wirtschaftsmacht und so. Die aktuelle PWC-Studie zeigt, dass Produktion in China gar nicht billiger sein muss.. Studie

Ich werde die Olympia und dere Hauptsponsoren jedenfalls ignorieren, sofern das IOC nicht wenigstens den Versuch unternimmt, Einfluss zu nehmen. Olympia soll entweder in einem anderen, humanitären und demokratischen Land stattfinden oder abgesagt werden! Sportler, wollt ihr wirklich an einen solchen Event reisen?

Think about it!

Die Schweiz im internationalen Fokus

Die Schweizer Firmen machen momentan alles andere als positive Schlagzeilen. Seien es die Banken mit verfehltem Risikomanagement oder Kudelsky mit gewissen Problemen.

Schlimmer als katastrophale Aktienkurse und unangemessene Managerlöhne sind aber Verstösse gegen Regeln. Regeln wie das Straf- oder Steuerrecht. Mittlerweile haben’s viele Unternehmen eingesehen und gehen aktiv gegen Missbrauch vor.

Ausnahmen bestätigen die Regel.. Siehe auch beim Gemeinderat der Stadt Zürich [1], der erst nach grossem Druck von Seiten der Medien und Politiker aktiv wurde.

Auch gibt es einige Organisationen wie Transparency International, die sogenannte Whistleblower unterstüzten, also Mitarbeiter die Missstände von innen aufdecken. Aber solche Organisationen sind nur in relativ fortgeschrittenen Rechtssystemen effizient, wo der Whistleblower aktiv geschützt werden kann. [2]

Dank dem Internet kann aber dem Whistleblower vielleicht noch besser geholfen werden – denn ist ein gravierender Missbrauch erst öffentlich im Netz, kann er kaum mehr entfernt werden. Selbst rechtliche Schritte gegen entsprechende Portale wie [3] sind sinnlos, wie gerade eben erst ein amerikanisches Gericht bewiesen hat. Momentan fehlen allerdings noch griffige Gesetze, um den Whistleblower auch nach der Veröffentlichung vor Racheakten des Unternehmens zu schützen und seine berufliche Zukunft nicht ganz zu zerstören. Zudem ist es absolut klar, dass die Vertrauenswürdigkeit der Quelle entscheidend, was für Informationen man glauben kann und glauben will. Es gibt auch Webseiten, die mit Vorsicht zu geniessen sind.. [4] Aber schlussendlich kann der qualifizierte Leser so die Informationen nutzen, denen er vertraut.

Allerdings halte ich es wiederum moralisch für fragwürdig, für solche Informationen von staatlicher Seite Steuergeld einzusetzen wie eben in Liechtenstein. Denn wenn der Staat bestechen darf, sollte das den Firmen auch wieder erlaubt sein. Und steuerlich absetzbar. Aber das ist ein anderes Thema..

Es wird interessant zu beobachten, wie sich der Bereich in den nächsten Jahren entwickelt. Ich hoffe, die entstandenen Chancen werden genutzt und es kommt noch etwas mehr Fairness ins Spiel.

[1] GR-Nr. 2008/80: http://www.gemeinderat-zuerich.ch/geschaeft_details.aspx?ID=2c84d851-3252-43b0-8965-d9627a5fcd5d
[2] http://www.transparency.ch
[3] http://www.wikileaks.org
[4] http://www.indymedia.org/de/index.shtml

Update 09.04.08: Die persönliche Homepage des Ex-Julius Bär Bankers Rudolf Elmer: http://www.swisswhistleblower.com/

Ein Artikel dazu auf Spiegel Online: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,545813,00.html

No Swiss DMCA

Ein gefährliches Gesetz wurde am 5. Oktober 07 sowohl vom Nationalrat als auch vom Ständerat fast ohne Gegenstimmen angenommen. In den Änderungen des Textes befinden sich massive und einseitige Vorstösse zum gesetzlichen Schutz von technischen Kopierschutzmassnahmen.

Es ist meine Überzeugung, dass solche technische Kopierschutzmassnahmen schädlich sind für den Konsumenten und schlussendlich für die Urheber, sie schützen bloss einzelne Interessengruppen. Ein Gesetz, welches solche Massnahmen unter besonderen Schutz stellt, ist in gleichem Masse schädlich.

Der Verbraucherschutz hat es nicht für nötig befunden, das Referendum zu ergreifen. Erst ein Artikel auf slashdot hat der Angelegenheit grössere Aufmerksamkeit verschafft.

Deshalb wehren wir uns jetzt dagegen und sammeln Unterschriften für ein Referendum. Hilf mit: NO DMCA!