Winds of Hope

Breitling Orbiter 3 Gondola
Creative Commons License photo credit: ideonexu
Anlässlich des Vortrags von Bertrand Piccard am PostFinance-Forum im Casino Luzern diese Woche hat Piccard auf eindrückliche Weise seine neuen Vorhaben vorgestellt. Zur Erinnerung, B. Piccard ist ein Abenteurer mit langer Familientradition. Er flog vor einigen Jahren zusammen mit Brian Jones mit einem Heissluftballon, Orbiter III, um die Welt. Seine Familie war schon seit Jahren auf neue Entdeckungen aus: Jaques, sein Vater, tauchte 1960 als erster im Mariannengraben auf den Boden und sein Grossvater Auguste stieg 1931 als erster Mensch überhaupt mit einem Fluggerät in die Stratospäre auf 15’785m auf. Die Stratosphäre ist die Luftschicht zwischen 15 und 50km und bis Piccard glaubte man, so hoch könne niemand fliegen.

Bertrand Piccard hat mittlerweile schon wieder ein neues Projekt, dieses mal will er mit Solar Impulse – einem rein solargetriebenem Flugzeug um die Welt fliegen. Etwa 2010/11 soll es soweit sein. Das Projekt will beweisen, dass Solarenergie, gratis und umweltverträdlich, durchaus die Energiequelle der Zukunft sein kann.

Bereits aktiv ist eine Stiftung, die Piccard mit seinem Kopiloten nach der Orbiter-Landung in Afrika. Winds of Hope soll den Kindern in Afrika helfen. Das momentane Projekt steht im Zeichen der Bekämpfung einer schlimmen Krankheit namens Noma. Das Bakterium zerfrisst die Haut und Knochen im Gesicht und so gibt es viele Kinder ‚ohne Gesicht‘. Wird die Krankheit frühzeitig erkannt kann sie mit Desinfektion und Antibiotika gestoppt werden. Genau an diesem Punkt setzt Winds of Hope an, indem in mittlerweile sechs Ländern Personen ausgebildet werden diese Krankheitsanzeichen zu erkennen und zu behandeln. Bereits 100 Franken reichen, um einen Spezialisten zu schulen. So kann mit wenig Geld vielen Kindern geholfen werden. Dank Sponsoren, die die Infrastruktur bezahlen, ist garantiert dass 100% einer Spende wirklich in Afrika ankommen!

Ich glaube, dass hier ein kleiner Betrag eine grosse Rolle spielen kann. Die Spenden-Gala, die Ende Mai in Genf stattfinden wird, wird durch Kofi Annan präsentiert. Ich empfinde das als Zeichen, dass da wirklich etwas Gutes geleistet wird.

Vielleicht hat ja noch jemand etwas Budget..

Das Referat selbst hat mir gut gefallen, Piccard kann seine Rede frei, mit Humor und guten Symbolen dem Zuhörer übermitteln. Zudem scheint er kompetent und glaubwürdig aus seinem Gebiet. Teilweise war für mich persönlich das Thema jedoch an der Grenze zur Übertreibung. Aber es ist gut zu hören, dass sich immer mehr Leute der Problematik des 21. Jahrhunderts bewusst werden.

Bücher zum Thema:

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